Florian kam am 16.04.2000 viel zu früh (in der 25. Schwangerschaftswoche) zur Welt, weil seine Mutter mit einer akuten Lungenentzündung und Atemnot in die Intensivstation eingeliefert wurde. Er kam in den Inkubator, wo er mittels Hochfrequenz beatmet wurde und infolge der für ein so kleines Baby widrigen Druckverhältnisse kam es zu einer Hirnblutung, und eine Druckableitung wurde über ein Drainagerohr nach außen gelegt. Dabei kam es zu einer Infektion der Gehirnkammern, was zur Folge hatte, dass wichtiges Hirngewebe zerstört wurde. Florian leidet seither an spastischer Tetraparese mit Schwerpunk in den unteren Extremitäten, sowie einer cerebralen Sprachstörung. Zur Regulation der Druckverhältnisse bekam Florian einen Shunt (= Verbindungsrohr), der vom Gehirn in den Bauchraum führt und das Hirnwasser, das zuviel Druck auf das Gehirn ausüben würde, ableitet. Dieser musste schon mehrmals ausgetauscht werden, sodass Florian schon insgesamt 7 Mal am Kopf operiert wurde.
Er leidet aufgrund der Fehlfunktionen des Gehirns unter erhöhtem Tonus, was bewirkt, dass Florian seine Beine immer anzieht, seine Knie nicht ganz durchstrecken kann, und seine Muskeln sich immer mehr verkürzen. Im Alter von 5 Jahren wurden deshalb die Muskeln im Bereich der Hüfte, der Oberschenkel und der Knie in einer mehrstündigen Operation verlängert, leider ist dies eine Maßnahme, die nur eine gewisse Zeitspanne andauert, danach muss man diese wiederholen.
Seine Eltern haben mit zahlreichen Therapien, darunter die Adeli-Therapie in Piestany, Hippotherapie, Petö-Keil Therapie, Physiotherapie, Ergotherapie, etc. versucht, dem Kind zu ermöglichen, sich wenigstens ein paar Schritte ohne Hilfe zu bewegen, leider bisher ohne Erfolg Die Chancen, zumindest ein paar Sekunden auf eigenen Beinen zu stehen, sinken von Jahr zu Jahr, das Kind wird aber von Jahr zu Jahr schwerer, und die Aufgabe der Eltern, es zu tragen, immer mühevoller. Erschwerend kommt hinzu, dass das Haus, dass einige Jahre vor Florians Geburt gebaut wurde, so angelegt wurde, dass alle Schlafräume, sowie das geräumige Badezimmer sich im Obergeschoss befinden, das nur über 19 Stufen erreichbar ist.
Alle Pläne, das Schlafzimmer Florians ins Erdgeschoss zu verlegen, scheitern daran, dass Florian aufgrund der Tatsache, dass er unter einer Sonderform von Epilepsie leidet, nicht alleine schlafen kann. Er hat sein Bett im Schlafzimmer der Eltern in Greifnähe seiner Mutter, die ihm schon einige Male bei einem dieser Anfälle sein Notfallsmedikament verabreichen musste.
Derzeit wird das Kind, das jetzt etwa 37 kg wiegt, von den Eltern auf und ab getragen, aber die Familie wird sich immer mehr dessen bewusst, dass, wenn der Bub 50 kg und mehr wiegt, er wächst ja schließlich noch, dies bald nicht mehr möglich sein wird. Deshalb wurde der Einbau eines Treppenliftes geplant.
Der MRC NÖ-Nord will Florians Familie mit der Aktion Biker helfen 2012 dabei unterstützen den Treppenlift finanzieren zu können.
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